Maku bis Teheran: Persian First Impressions

Iran 🇮🇷

Maku 25.10.2023 🇮🇷

Die Einreise in den Iran ist einfacher als wir erwartet haben und schon bald sind wir an unserem ersten Stellplatz in Maku. Etwas schwieriger gestaltet sich die Suche nach einer Sim Karte für die nächsten Wochen….Am Ende klappt es doch noch, allerdings werden die nächsten Wochen einige Herausforderungen bezüglich Kommunikation bieten.

Shabestar 26.10.2023 🇮🇷

Die heutige Strecke führt von Maku über Shabestar nach Tabriz durch wunderschöne Landschaften!

Tabriz 26.10.2023 🇮🇷

Tabriz ist eine sehr gastfreundliche Stadt mit einem wunderschönen Bazar, wo man sich ohne weiteres verlaufen könnte. Düfte wechseln von Stand zu Stand und wir werden immer wieder herzlich begrüsst mit einem „Welcome to Iran, where are you from?

Tabriz – Kandovan 27.10.2023 🇮🇷

Eine kurze Etappe führt uns von Tabriz zum nächsten Höhepunkt, Kandovan. Auf dem Weg nach Kandovan beeindruckt uns wiederum die wunderschöne Natur.

Kandovan 27.10.2023 🇮🇷

Kandovan ist eines der faszinierendsten Dörfer der Welt, da es sich um eine von weltweit ganz wenigen durchgehend bewohnten Höhlensiedlungen handelt. Die Architektur erinnert stark an Kappadokien, doch in Kandovan leben die Menschen noch heute wie vor Hunderten von Jahren in den Felsen. Die Häuser sind in kegelförmige Felsformationen aus weichem vulkanischen Tuffgestein gehauen. Das persische Wort Kando bedeutet Bienenkorb, wovon sich auch der Name des Dorfes ableitet. Das Vulkangestein isoliert perfekt. Im heißen iranischen Sommer bleibt es in den Höhlenhöfen angenehm kühl, während es im eiskalten Winter die Wärme speichert. Die meisten Felsenwohnungen besitzen zwei bis vier Stockwerke. Traditionell wird das Erdgeschoss als Stall für Tiere genutzt, die mittleren Etagen dienen als Wohnraum und das oberste Stockwerk als Lager.
Das Dorf ist im Iran für seine natürlichen Quellen bekannt. Dem Wasser wird eine heilende Wirkung nachgesagt, insbesondere bei der Behandlung von Nierensteinen. Viele Einheimische reisen extra an, um das Wasser in Kanistern abzufüllen.

Weg nach Teheran 28.10.2023 🇮🇷

Von Kandovan aus geht es weiter in Richtung Teheran. Wir machen Bekanntschaft mit den lokalen LKW Fahrer, welche zu einem grossen Teil im Iran gefertigte Mercedes Kurzhuber Lastwagen fahren und und bereits von weitem mit Lichthupen begrüssen. Die Gegend führt uns mehrheitlich über eine Autobahn, oder so was ähnliches.

Unterwegs schauen wir uns noch einige Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel den Tacht-e Suleiman Gebäudekomplex. Er besteht aus dem Palast Qasr-i Abu Nasr, dem Feuertempel mit Peribolos und Befestigungsanlagen aus der späten Sassanidenzeit (etwa 420–640 n. Chr.), der im 13. Jahrhundert für eine Palastanlage überbaut wurde. Er liegt auf einem Travertinhügel in 2200 m Höhe. Seit 2003 gehört der Tacht-e Suleiman zum UNESCO-Weltkulturerbe

Ali Sadr Cave 30.10.2023 🇮🇷

Auf dem Weg nach Ali Sadre Cave mit anschliessenden Besuch der riesigen Höhle.
Die Fahrt ist ein Höhepunkt unserer bisherigen Reise, die Landschaften sind von unvergleichbarer Schönheit.

Im Ali Sadre Cave machen wir eine imposante, fast zweistündige Bootstour durch ein Labyrinth von immer neuen Kanälen.
In der Ali Sadr Höhle haben sich bereits vor 12000 Jahren die ersten Menschen aufgehalten, was sich aufgrund von historischen Höhlenmalereien, die Tiere und Jagdszenen darstellen, Krügen und anderen Gefäßen vermuten lässt. Die Höhle selbst stammt aus der Jura-Zeit und ist ca. 130 Millionen Jahre alt. Bis heute sind ca. 12km bekannt, es soll jedoch erst ein Teil der gesamten Höhle sein.

Tehran 30.10.2023 🇮🇷

Von Ali Sadr Cave führt uns der Weg heute nach Tehran, die Hauptstadt des Iran. Mit seinen fast 20 Mio Einwohnern ist sie bei weitem die grösste Stadt im Iran. Je näher wir an unseren Stellplatz kommen, desto hektischer wird der Verkehr. Plötzlich sind wir umgeben von unendlich vielen „Rennfahrern“ welche uns, mit einem Auge auf dem Natel, freundlich zuwinken und gleichzeitig mit voll durchgedrücktem Gaspedal die beste Position im Durcheinander suchen. Erstaunlicherweise läuft aber alles gut und wir kommen um ca. 16:00 auf unserem Stellplatz an. Anschliessend besuchen wir den Khomeini Shrine, ein massives und sehr imposantes Bauwerk am Rande von Tehran.

Am Tag nach unsere Ankunft nehmen wir die im Norden von Teheran gelegene Seilbahn auf den Berg Tochal 3.963 m hoch. Kaum angekommen, werden wir gleich von einer riesigen Herde Ziegen und Schafe mit Packpferden, Wachhunden und vier Hirten begrüsst die zu diesem Zeitpunkt den Pass überquerten. Die Seilbahnfahrt ist ein unerwartetes Erlebnis, welches uns einen anderen Blickwinkel auf dieses spannende Land bietet, allerdings ist es auf dem Gipfel bitterkalt und wir entscheiden uns nach etwa einer Stunde die Talfahrt in Angriff zu nehmen.