Salalah bis Nizwa: Deep into the Desert

Fasayah Beach 10.01.2024 🇴🇲

Nach ein paar Tagen in Salalah zieht es uns wieder aus der Stadt. Wir machen uns auf mit dem Ziel Fasayah Beach. Auf dem Weg gibt’s noch einen kurzen Fussmarsch zu den Weihrauchbäumen und wieder Kamele auf der Strasse. Der Abstieg zum Strand ist etwas abenteuerlich, aber mit unserem Fahrzeug kein Problem. Im unteren Teil werden wir noch von was wohl begleitet……🐪🐪🐪. Wir finden einen wunderschönen Stellplatz nahe am Meer und entscheiden uns, hier zu übernachten….hätten wir nur gewusst was uns in der Nacht erwartet.

Fazayah Beach 12.01.2024 🇴🇲

Ein Grillabend am Strand mit traumhafter Aussicht, weit und breit niemand, nur Ruhe und Natur, was will man mehr. Zum Beispiel Grillen, welche sich die ganze Nacht ohne Pause bemerkbar machen. Sowas haben wir noch nie erlebt und am Morgen machen wir uns gleich auf die Suche nach einem neuen Stellplatz. Das fällt uns in dieser Umgebung nicht schwer und ein paar 100 Meter weiter ist dann unser Platz zur Übernachtung wieder gefunden. Wir verbringen den Tag mit lesen, Kamele begleiten, mit Einheimischen und auch Mitgliedern unseres Teams, welche sich auch an diesen Strand „verirrt“ haben, unterhalten und einfach sein und geniessen. Wir entscheiden uns, nicht mehr weiter Richtung Yemen zu fahren (noch ca. 80km bis zur Grenze) sondern morgen retour über Salalah unseren Rückweg Richtung Nizwa anzutreten. Und übrigens, im Oman laufen auch die Kühe auf der Strasse….

Thumrayt 12.01.2024 🇴🇲

Wir verlassen Fasayah Beach in Richtung Salalah, kaufen nochmals richtig ein stärken uns mit einem kleinen Lunch. Anschliessend geht’s weiter übers Dhofar-Gebirge mit seinen, für den Oman, grünen Hängen. Rauf geht’s auf 850m, zum Teil etwas zu steile Steigungen für die lokalen Lastwagen. Auf dem Weg zu unserem nächsten Gruppen-Stellplatz in Mugshin entscheiden wir uns in Thumrayt einen Stop für heute einzulegen. Die Geschichte dieses Stellplatzes ist schnell erzählt….es hat Fliegen und zwar sehr viele. Statt ein wenig die Umgebung zu geniessen haben wir eine harte Auseinandersetzung mit Fliegen, welche sich immer wieder zu vermehren scheinen. Elektrischer Fliegenschläger, konventioneller Schläger, klassisches Fliegenklebeband und Hände sind bis zum Sonnenuntergang unsere Waffen und wäre es nicht dunkel gewordenen, wir wären immer noch am schlagen.

Muqshin 13.01.2024 🇴🇲

Von Thumrayt geht es heute etwa 240km in Richtung Nizwa. Unser Ziel ist der Ort Muqshin, wo auch unser offizieller Stellplatz ist. Wir sind beide froh, den Fliegen für heute entflohen zu sein. Allerdings verfolgen uns diese noch eine ganze Weile. Unterwegs gibt’s eigentlich nicht viel interessantes und so wird plötzlich Uninteressantes interessant. Zum Beispiel, die vielen komplett zerstörten und ausgebrannten Fahrzeuge. Was da wohl passiert ist? In Muqshin gibt’s noch Wasser und Diesel bevor wir auf den Stellplatz fahren. Nun kommt die grösste Herausforderung: Wo ist der beste Platz? Einfache Aufgabe, viele Lösungen und jeden Tag eine neue Herausforderung. Wir schaffen es auch dieses Mal, sind uns einig und richten uns ein. Im späteren Nachmittag treffen dann auch noch drei weiter Fahrzeuge unserer Gruppe ein.
Den Abend geniessen wir mit einem feinen Stück Fleisch auf dem Grill, dazu passend einen richtig guten Bulgur aus der Küche, was will man mehr….

Adam 14.01.2024 🇴🇲

Und wieder einmal verändert sich unser Ziel während des Tages. Wollten wir zu Begin ca. 350km zurücklegen, wurden es letztendlich fast 500km. Der Weg war grösstenteils sehr eintönig und wurde nur kurz durch den Ort Haima etwas unterbrochen. In Haima lassen wir unseren Joey waschen oder besser, „entsanden“. Die Frage nach Trinkgeld fällt verständlicherweise bei Adriana auf taube Ohren. Kurz Mittagessen und dann weiter. Ziel wäre eigentlich ein Stellplatz in der Steinwüste, aber irgendwie reizt uns dies nicht so richtig. Und so entschliessen wir uns bis nach Adam, kurz vor Nizwa, durchzufahren. Wie gut war dieser Entscheid! Adam entpuppt sich als ein richtig schönes Dorf im orientalischen Stil. Wir entschliessen uns für ein Nachtessen beim lokalen Pakistani und lassen für ein ausgiebiges Mahl keine 5 Franken liegen…..Retour bei unserem Stellplatz, ein Parkplatz „Omani Style“, werden wir mit dem vertrauten „Hello, how are you, welcome to our country“ freundlich begrüsst. Wir fühlen uns sehr sicher und geniessen die Ruhe.

Fort Shoumoukh / Manah 15.01.2024 🇴🇲

Hier gibt’s nicht viel zu sagen, ausser dass der Palast des ehemaligen Sultans nicht besichtigt werden kann. Den Rest behalten wir für uns…..

Manah / Oman Across Ages Museum 15.01.2024 🇴🇲

Das Museum of Oman Across Ages im Wilayat Manah im Gouvernorat Al Dakhiliyah verfolgt die Geschichte des Landes Oman seit etwa 800 Millionen Jahren. Das Museum stellt die verschiedenen historischen Epochen des Sultanats Oman vor, wie z. B. die Geologie des Landes und die ersten Bewohner, bis hin zur Epoche der Renaissance und den verschiedenen Errungenschaften, die in dieser Epoche in verschiedenen Bereichen erreicht wurden.
Neben der sehr interessanten sowie lehrreichen Geschichte des Omans, fasziniert uns auch die Architektur der Anlage. Eingebettet in die sich langsam verändernde Landschaft bildet die Anlage eine Verbindung zwischen Tradition und Moderne. Und natürlich gibt’s einen guten Espresso.

Manah 15.01.2024 🇴🇲

Wir sind nur kurz auf unserem heutigen Stellplatz in Manah und schon werden wir von den lokalen Einwohner entdeckt. Der Besitzer des Hauses neben unserem Stellplatz, Ali, stellt sich und seine Familie vor und lädt uns spontan zu einer Fahrt durch sein Dorf ein. Ali lebt eigentlich mit der ganzen Familie in Muskat, kommt aber regelmässig nach Manah, wo seine Familie ein Ferienhaus besitzt. Nach der Führung durchs Dorf geht’s in die Gärten, wo die Familie ziemlich grosse Felder voll mit Gemüse und Geissen besitzt. Wir unterhalten uns lange und, wie üblich im Oman, werden wir reich beschenkt. Datteln werden wir für eine Weile nicht mehr benötigen und auch Früchte haben wir für mindestens eine Woche. Am Ende des Tages verabschieden wir uns von Ali und seinen Kindern, seine Frau ist zur Zeit in Muskat und wir lernen sie leider nicht kennen. Die Herzlichkeiten gehen noch den ganzen Abend weiter und wir werden immer wieder von Ali oder seinen Kindern besucht. Am nächsten Tag verabschieden wir uns von der Familie und tauschen noch die Kontaktdetails aus, man weiss ja nie…Wir überreichen Ali ein Schweizer Taschenmesser welches er stolz mit sich trägt und ihn auch ein wenig an uns erinnern wird.

Manah 16.01.2024 🇴🇲

Bahla 16.01.2024 🇴🇲

Jetzt steht der Besuch der Festung von Bahla auf dem Programm. Die Festung ist zusammen mit dem Ort Bahla von einer elf km langen Stadtmauer umgeben. Das genaue Baudatum ist unbekannt, wird jedoch auf das 17. Jahrhundert geschätzt. Auch die Erbauer sind nicht bekannt, man vermutet jedoch, dass die Nabhani-Dynastie die Festung gebaut haben. 1987 wurde die Festung als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt. Damit verbunden wurde auch eine Restaurierung der sehr anfälligen Anlage gestartet. Da die UNESCO durch diesen Schritt jedoch die Originalität des Bauwerkes in Gefahr sah, stand es von 1988 bis 2004 auf der Roten Liste des gefährdeten Welterbes. Durch eine Restaurierung, bei der traditionelle Methoden zum Einsatz kamen, konnte eine Aberkennung vermieden werden.

Heute ist die Festung von Bahla eine der wichtigsten kulturellen Sehenswürdigkeiten in Oman. Seit 2014 kann die Festung wieder besichtigt werden.

Anschliessend werden wir noch durch eine Deutsche Studentin „abgefangen“ und zum Besuch der Festung befragt. Die etwa 5 Minuten werden 30 Minuten aber wie immer ist es sehr interessant Leute zu treffen und Erfahrungen auszutauschen. Jetzt aber weiter, es steht immer noch der Besuch der lokalen Töpferei auf dem Programm.

Bahla 16.01.2024 🇴🇲

In Bahla besuchen wir eine Töpferei, wo uns der Meister in die Kunst des Töpfern einführt. Unglaublich, mit welcher Fertigkeit verschiedenste Töpfe hergestellt werden. Der Meister erzählt uns auch einiges über die verschiedenen Materialen, sehr spannend aber schon wieder vergessen. Es geht nicht lange bis uns die lokalen Besucher ansprechen. Eine Familie interessiert sich sehr für unsere Reise und natürlich wie wir den Oman einschätzen. Es entsteht ein sehr herzliches Gespräch und wieder einmal ist die Herzlichkeit nicht zu überbieten. Der Vater sucht sich zwei Töpfe aus und schenkt sie uns….nein sagen ist keine Option. Auch nicht nötig denn wir freuen uns über dieses Geschenk und nach einer herzlichen Verabschiedung kehren auch wir wieder zu unserem Joey zurück. Was für ein schöner Tag.

Wadi Tanuf 17.01.2024 🇴🇲

Unser heutiger Übernachtungsplatz ist im Wadi Tanuf, ein eher kleines jedoch sehenswertes Wadi. Als wir ankommen weht ein starker Wind und am Eindunkeln ist es auch. Kurz den Joey ins Lot stellen und rein in die „gute Stube“. Eigentlich wissen wir nicht so genau wie es um uns ausschaut….aber es wird schon passen. Am nächsten Morgen werden wir durch eine Herde Geissen geweckt, idyllisch oder nicht? Das Geschrei der „Herdentreiber“ ist es allerdings nicht… Trotzdem ist es ein toller Spot und wir geniessen die Umgebung während dem Morgenessen und machen uns anschliessend auf eine Wanderung durchs Wadi Tanuf.

Jebel Akhdar 18.01.2024 🇴🇲

Der Jebel Akhdar ist ein Bergmassiv nordöstlich von Nizwa. Hier befindet sich rund um den Ort Saiq ein Hochplateau auf rund 2000 Metern Höhe mit zahlreichen kleinen Ortschaften. Bis etwa zur Jahrtausendwende war diese Region militärisches Sperrgebiet. Seit 2005 führt eine asphaltierte Straße auf den Berg, auf der wegen ihrer Steilheit aber nur Fahrzeuge mit Allradantrieb zugelassen sind. Seither sind auf dem Berg zahlreiche Hotels entstanden. Bereits 2017 waren wir hier im Hotel Alila einige Tage in den Ferien und es war ein tolles Wiedersehen mit dieser einmaligen Region. Geführt durch den lokalen Guide Salim erhalten wir sehr viele interessante Informationen, Salim ist ja auch hier aufgewachsen und kennt jeden „Stein“. Ein guter Lunch darf natürlich nicht fehlen und schon bald geht’s wieder retour. Rauf auf den Berg war ja noch ok, aber runter….Die vielen schwarzen Flecken auf der Fahrbahn lassen auf einige Unfälle schliessen. Und tatsächlich gibt es regelmässig Fahrzeuge, welche durch die glühenden Bremsbeläge in Flammen aufgehen. Ein Check-Point am Fusse des Berges kontrolliert ob das Fahrzeug 4×4 ist, trotzdem gibt es immer wieder brennende Fahrzeuge und versagende Bremsen mit fatalen Folgen. Aber…..wir kommen ohne Probleme unten wieder an und Schreiben diese Zeilen aus der Sicherheit unseres Stellplatzes. Und so geht’s morgen mit dem Markt in Nizwa weiter

Nizwa Freitagsmarkt 19.01.2024 🇴🇲

Sooo….heute steht wieder einmal ein Gruppenausflug auf dem Programm, da kommt Freude auf. Es geht auf den Nizwa Freitagsmarkt, den haben wir ja bereits einmal im 2017 gesehen. Es ist allerdings immer wieder ein Erlebnis und wir genießen die einmalige Atmosphäre. Tiere werden präsentiert, es wird diskutiert, verhandelt und verkauft. Die Verkaufsgespräche zu beobachten ist ein Schauspiel, dass man gesehen haben muss. Anschliessend geht’s auf die diversen Märkte. Der Gewürzmarkt erwartet uns mit exotischen Düften ( nicht nur…..), der Dattelmarkt ist etwas zu touristisch aber es ist immer interessant das Geschehen zu beobachten. Nach zwei Stunden ist dann aber Schluss und es geht weiter zum Nizwa Fort.

Nizwa 19.01.2024 🇴🇲

Nächster Stop ist das Nizwa Fort. Auch dieses haben wir im 2017 schon einmal besucht. Allerdings gibt es dieses Mal eine geführte Tour und wir erhalten einiges an zusätzlicher Info. Im Fort gibt es auch einiges zu sehen, zum Beispiel wie lokale Frauen eine Art von Crêpes machen, wie Sparschweinchen im Oman aussehen und wie Schulkinder im Oman ihren Tag verbringen, wohlgemerkt heute ist Wochenende im Oman! Mit vielen tollen Eindrücken geht’s retour zu unseren Fahrzeugen und weiter nach Al Hamra.

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