Über das Wadi Disah nach Haql: Epic landscapes and the road to Jordan

Mushroom Rock 25.02.2024 🇸🇦

Auf unserem Weg ins Wadi Dissah entscheiden wir uns, den Weg zu geniessen und etwa in der Mitte der Etappe einen Stellplatz zu suchen. Auf iOverlander finden wir den Mushroom Rock, ein Platz wie geschaffen zu Übernachten. Also los geht die Suche mittels Koordinaten und guten Augen suchen wir den Platz. Es wird ein wenig sandig aber dank 4×4 und grosser Bodenfreiheit geht’s gut voran. Den Mushroom Rock finden wir leider (noch) nicht, aber es gibt ja noch viele andere Felsen. Wir finden einen richtig tollen Platz, welcher uns gut vor dem Wind schützt (denken wir….). Unser anschließender Spaziergang enthüllt den Mushroom Rock etwa 500m von unserem Platz. Morgen schauen wir uns den genauer an. In der Zwischenzeit hat auch der Wind gedreht und wir kriegen unseren Anteil durch die Nacht ab….etwa wie auf dem Schiff mit schwerem Seegang.
Der nächste Tag fängt mit einem Marsch zum Pilz an. Wir sind noch nicht mal 100m gelaufen und schon nahen Claudia und Lino mit ihrem Camper. Es gibt frischen Kaffee in der warmen Stube. 10 Minuten später kommen auch noch Jürg, Margi, Janette und Thomas dazu und es gibt noch mehr Kaffee. Gut ist der MAN von Lino richtig gross, so lässt es sich gemütlich noch ein wenig diskutieren.
Schon bald machen wir uns auf Denner, den es steht der Weg ins Wadi Dissah an, tolle Bergformationen soll es geben. Und wir werden nicht enttäuscht! Und die üblichen Bekanntschaften dürfen natürlich auch nicht fehlen….

Wadi Al Disah 25.02.2024 🇸🇦

Das Wadi Al Disah ist ein wunderschönes Gebirgstal in der nordwestlichen Provinz Tabuk in Saudi-Arabien. In Saudi Arabien gilt es als eines der schönsten, wenn nicht das schönste Wadi im Lande. Al Disah bedeutet übersetzt „das Tal der Palmen“, und als wir ankommen, sehen wir warum. Die üppige Talsohle ist von massiven Sandsteinfelsen und -säulen umgeben, die sich perfekt für Erkundungen eignen.
Unser Team hat einem Jeep-Ausflug organisiert und der ist einfach richtig toll. Die einmalige Landschaft wird zu einem richtigen Abenteuer. Mit den doch bereits ins Alter gekommenen Toyota Jeeps fahren wir mehr stehend als sitzend mit zum Teil doch recht hoher Geschwindigkeit durchs Wadi. Ein richtiges Erlebnis in jeder Hinsicht

Neom 26.02.2024 🇸🇦

Unsere Tagesetappe führt uns heute entlang dem Roten Meer in Richtung Al Bad. Auf unserem Weg besuchen wir ein altes Fort in Duba. Das König-Abdulaziz-Fort ist eines der markantesten Merkmale der Stadt Duba. Es wurde 1932 als Hauptquartier für die Regierung in Duba erbaut. Die Festung verfügt über vier hohe Türme, eine Reihe von Räumen, eine große Moschee sowie einen Innenhof in der Mitte des Festungsgebäudes.
Noch kurz einkaufen im Shopping Center….aber es riecht so richtig gut nach indischem Essen. Also rein zum Inder und geniessen. Zum Shopping geht’s dan trotzdem, denn wir brauchen doch noch ein paar Sachen. Auf unserem Weg entlang der Küste reihen sich endlos erscheinende Lastwagen aneinander und alles erscheint wie eine riesige Baustelle. Hier entsteht nämlich das NEOM Projekt! NEOM oder auch The Line ist ein im Bau befindliches 170 km langes Bandstadt-Gebäude in Saudi-Arabien, das ohne Autos, Straßen und Kohlendioxidemissionen auskommen soll. Es soll sich im Endausbau von Neom am Roten Meer bis südlich der Stadt Tabuk erstrecken. Saudi-Arabiens Pläne gehen im Endausbau von 9 Millionen Bewohnern aus. Die Stadt, von der Saudi-Arabien behauptet, dass sie 380.000 Arbeitsplätze schaffen und das Bruttoinlandsprodukt des Landes um 48 Milliarden Dollar erhöhen werde, ist Teil der Projekte Saudi Vision 2030.
Nun ja, wir finden einen richtig tollen Stellplatz am Meer, machen eine nette Bekanntschaft mit einer Familie (es gibt Kaffee und Datteln…und die Kaffeetassen dazu). Auch die Küstenwache hat kein Problem und wir geniessen eine ruhige Nacht am Meer.
Unsere Tage in Saudi nähern sich leider bereits dem Ende, ein ganz tolles Land mit sehr lieben Menschen welche wir für immer in unseren Herzen behalten werden.

Al Bada 27.02.2024 🇸🇦

Heute haben wir eine kurze Strecke vor uns ohne viele Höhepunkte. Und wieder begleitet uns die NEOM Baustelle auf dem ganzen Weg. Endlose Lastwagen-Kolonnen und Baustellen soweit das Auge reicht. Angekommen in Al-Bada geht’s noch kurz durchs Dorf und plötzlich….drei Schläge auf der Seite unseres Joeys. Was war den das? Wir halten an und sehen erst mal nichts, alles scheint in Ordnung. Auch auf der Strasse sehen wir nichts, also weiter zum Stellplatz. Dort nehmen wir uns etwas mehr Zeit und siehe da, wir haben drei kleine Beulen auf der Seite. Unsere Dash-Cam bringt dann Klarheit. Wir sehen wie drei kleine Jungs vom Hügel runter Steine werfen. Auch das kann passieren, allerdings ist dies für uns das erste Mal und wir sind froh, hat’s nicht die Scheibe erwischt!

Murgha’ir Shu’ayb – Madyan 28.02.2024 🇸🇦

Heute geht’s nochmals in die Gräber, diese sind allerdings nicht so bekannt wie Hegra oder Petra.
Die meisten Gelehrten sind sich einig, dass Al-Bada‘ die antike Stadt Madyan ist. Madyan bezeichnet sowohl ein Land als auch eine Stadt und geht wahrscheinlich auf das Ende des 2. Jahrtausends v. Chr. zurück. Sie ist bekannt als der Ort, an dem der Prophet Moses nach seiner Flucht aus Ägypten zehn Jahre im freiwilligen Exil verbrachte und der vom Stamm der Madiyan bewohnt war. Madyan war in zwei Zonen unterteilt: das Wohngebiet Al-Maliha, das wahrscheinlich befestigt war, und die nabatäische Nekropole, die in die Hänge des Jebel Mussalla gegraben wurde. Mugha’ir Shu’ayb (die Höhlen von Jethro) sind wahrscheinlich nabatäische Gräber aus dem 1. Jh. n. Chr. Nabatäer-Gräber. Diese Monumente mit verzierten Fassaden und in den Boden eingelassenen Grabkammern lassen vermuten, dass die Gräber denen in Petra in Jordanien und Hegra / Madain Saleh in der Provinz Madinah ähneln. Es gibt 16 Friedhöfe und 30 Gräber, von denen einige mit monumentalen Fassaden im typischen nabatäischen Stil verziert sind. Eines von ihnen weist eine mit einem Kopfteil verzierte Säule auf, die den Einfluss des antiken Griechenlands und Roms im nördlichen Teil der Arabischen Halbinsel zeigt.
Interessiert lauschen wir den immer spannenden und lustigen Erklärungen von unserem Reiseführer Ali zu.

Haqil 28.02.2024 🇸🇦

Unser letztes Ziel in Saudi Arabien ist die Grenzstadt Haql. Die Stadt selber bietet nicht sehr viel, unser Stellplatz ist jedoch sehr schön gewählt. Wir haben eine tolle Aussicht auf das Rote Meer und den Sinai. Am Abend gibt’s noch die offizielle Verabschiedung von Ali und seinem Assistenten Ali 2. Es gibt Tee, Kaffee und Kuchen in einer lockeren Runde. Anschliessend informiert uns Valery nochmals über den morgigen Grenzübergang nach Jordanien. Sollte keine grosse Sache sein, 2-3 Stunden für die ganze Gruppe sollte reichen….inshallah

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