Campo Grande bis Rondonópolis: The Endless Plains

Brasilien 🇧🇷

18.07.26 Marechal Candido Rondo 🇧🇷

Entlang dem Rio Paraná gehts in Richtung Norden. Unser Ziel ist das Pantanal, eines der größten Binnenland-Feuchtgebiete der Erde. Durch endlose Getreidefelder geht es vorwärts, nicht immer ganz so schnell, denn es gibt einige Herausforderungen….von Polizeikontrollen, über Baustellen bis hin zu Zahlstationen, alles dauert immer etwas länger. Und die Temperaturen nehmen auch zu….schon bald knacken wir die 30 Grad Grenze und es geht munter weiter nach oben. Dafür finden wir traumhafte Plätze am Rio Paraná wo wir, neben den zahlreichen Mücken, auch wieder einige Locals kennenlernen. Die Gastfreundschaft ist riesig und die Sprachgrenzen werden schnell überwunden. Mit wenigen Worten und vielen Gesten und Bildern erzählen wir uns Geschichten und erleben eindrückliche und bleibende Erinnerungen.

20.07.26 Navirai 🇧🇷

Nach endlosen Tabakfeldern, gehts bei Guaíra über die Ayrton Senna Brücke rüber in den Staat Mato Grosso do Sul und auch die Zeit wird nochmals um eine Stunde verschoben. Der Weg über die Brücke gestaltet sich zu einer längeren Geduldsprobe, da zur Zeit grosse Bauarbeiten stattfinden. Nach etwas 2 Stunden Wartezeit bei 34 Grad gehts dann auch für uns über die Brücke. Das war aber noch längst nicht die letzte Baustelle für heute, jede weitere Wartezeit fühlt sich jedoch kurz an.

21.07.26 Nova Alvorada do Sul 🇧🇷

Mais, Mais, Mais und ….. da war doch sonst noch was! Ah ja, Baustellen und zum Glück ein paar Tankstellen, wo wir auch gleich übernachten. Wir versuchen den langen Weg ins Pantanal mit längeren Tagesetappen hinter uns zu bringen, was jedoch nicht immer gelingt. Unzählige, lange Baustellen führen immer wieder zu längeren Unterbrechungen. Das wir uns aber immer mehr nähern merken wir an den Tiergeräuschen, welche immer mehr durch uns noch unbekannte Geräusche ergänzt werden. Hunde, Hähne und Hühner 🐓 bleiben uns aber erhalten, vor allem bei Nacht.

22.07.26 Campo Grande 🇧🇷

In Campo Grande, einer Stadt mit etwa 1 Mio Einwohner, machen wir heute unseren Mittagsstopp. Eigentlich meiden wir ja grössere Städte, aber hier gibt es fast an unserer heutigen Route was zu sehen….den Bioparque Pantanal mit dem größten Süßwasseraquarium der Welt. Der riesige Komplex fasst fast 5 Millionen Liter Wasser und beherbergt in 239 Aquarien über 450 Tierarten. Es ist ein bedeutendes Forschungszentrum und bietet Besuchern eine faszinierende Reise durch das Ökosystem des Pantanal. Für uns ist es ein toller Einstieg auf das was noch vor uns liegt. Also los, denn der Park schliesst um 12:00 und öffnet dann wieder um 13:00. Wir fahren um 09:00 von unserem Stellplatz weg, die paar Kilometer sollten wir ja locker bis um 10:30 schaffen. Nun…nach ein paar Baustellen ist unser Plan hinfällig, 10:30 schaffen wir nie aber kurz nach 11:00 sollte klappen…klappt auch aber, die nette Dame informiert uns, dass es heute um 11:20 Schluss ist. Also heisst es warten und….Kaffee trinken. Wir machen noch einen Rundgang durch den Stadtpark und siehe da, plötzlich sind wir mitten in einer Herde Capybaras, Capivara in Brasilien oder Carpincho in Argentinien (und nicht Caipirinha….). Der Name stammt aus der indigenen Sprache Tupi (ka’apiwara) und bedeutet „Grasfresser“. Die Tiere sind extrem entspannt und lassen sich durch uns überhaupt nicht stören. Wir setzen uns zu ihnen, filmen und fotografieren sie und beobachten sie für eine Weile. Dann aber nichts wie in den Biopark, den unsere Führung startet um 13:30. Die Führung ist unglaublich spannend und lehrreich und die Zeit vergeht wie im Flug. Anschliessend gehts weiter zu unserem heutigen Stellplatz….hinter einem Lastwagen bei einer Tankstelle irgendwo in Brasilien…..

23.07.26 Coxim 🇧🇷

Ein einfacher Tankstellen-Hinterhof ist heute wieder mal unser Stellplatz für die Nacht. Idyllisch gelegen gleich hinter dem Restaurant und vor dem Hoteleingang finden wir einen topfebenen Platz…..das ist mehr als erwartet. Und als wir dann auch noch von einem Ara -Pärchen begrüsst werden, ist der Platz perfekt. Und für ein paar Arbeiten zu erledigen reicht er alleweil. Wir verbringen den Rest des Tages mit ein paar Arbeiten, Vögel beobachten und einem kurzen Fussmarsch entlang der Hauptstrasse bis zur nächsten Tankstelle…dort gibt es nämlich ein Kaffee!
Die Nacht ist eigentlich ziemlich ruhig bis der Hahn in aller Frühe mit lautem Kikeriki anfängt und da er Antworten aus dem halben Dorf erhält, auch nicht mehr weiss wie er aufhören soll….

24.07.26 Rondonópolis 🇧🇷

Das Pantanal kommt immer näher, die Tierwelt wird immer bunter und das Wetter immer heisser….noch knacken wir die 40 Grad nicht aber lange gehts nicht mehr! Unser heutige Stellplatz ist etwas ausserhalb von Rondonópolis. Rondonópolis, mit seinen fast 300’000 Einwohnern, ist das wirtschaftliche Zentrum und das wichtigste Versorgungszentrum im Südosten des brasilianischen Bundesstaates Mato Grosso. Die Stadt gilt aufgrund ihrer enormen landwirtschaftlichen Produktion und zentralen Logistiklage als eines der wichtigsten Wirtschaftszentren im Landesinneren Brasiliens. Unser Stellplatz heisst Jardim dos Lagos (-16.5204,-54.62679), ist eigentlich ein Restaurant und Treffpunkt für Hobby -Fischer. Vom Sohn des Eigentümers werden wir aufgeklärt, das das Projekt nun etwa 7 Jahre alt und noch einiges in Planung ist. Vor allem für Wohnmobile will man die Infrastruktur verbessern….uns gefällt es auf jeden Fall.

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